Spezials

WLAN Waschmaschinen
Als im Jahr 1906 begonnen wurde, die erste mechanische Waschmaschine in Serie zu produzieren, wurde diese noch mit Skepsis aufgenommen und in großen Städten mussten Probewaschtage abgehalten werden, um die neue Technik vorzustellen und Werbung für das praktische Haushaltsgerät zu machen. In den 1950er Jahren wurden die mechanischen Maschinen durch die ersten Vollautomaten ergänzt, die mit einer Schleuderautomatik das lästige Hantieren mit der tropfnassen Wäsche überflüssig machten. Und doch sollte es noch einige Jahre dauern, bis Waschkessel und Waschbrett endgültig durch die Waschmaschine ersetzt wurden. Erst in den 1960er Jahren waren die Maschinen für den Normalbürger erschwinglich und hielten Einzug in fast jeden Haushalt. Heute gehört eine moderne, vollautomatische Waschmaschine zu den Standardgeräten, die leicht zu bedienen sind und mit denen der Reinigungsprozess in kurzer Zeit vollzogen werden kann.

Arbeitserleichterung durch neue Technologien
Seit Erfindung der Waschmaschine sind die Hersteller stets bemüht, die Nutzung und Bedienung der Geräte komfortabler zu gestalten. Dazu gehören Beladungs- und Aquasensoren ebenso wie die Mengenautomatik und der Spülstopp. Mehrere Hersteller haben inzwischen Waschmaschinen der neuesten Generation vorgestellt, die über ein lokales Netzwerk kabellos mit Smartphones oder anderen Geräten kommunizieren können. Möglich macht das die Wireless Local Area Network-Technologie, kurz WLAN, ein Funknetz, das mit großer Reichweite und Sendeleistung die Datenübertragung durch Wände und über mehrere Stockwerke hinweg ermöglicht. In vielen Haushalten sind zum Beispiel Computer, Fernseher und Musikanlagen auf diese Weise miteinander verbunden.

Die Waschmaschine im Netzwerk
Um die Lebensqualität in Häusern und Wohnungen zu erhöhen, werden immer neue technische Verfahren und Geräte entwickelt, die sich miteinander vernetzen lassen und automatisch bedient werden können. Die innovativen WLAN-Waschmaschinen machen sich diese neuen Technologien ebenfalls zunutze. Die hochmodernen Geräte können mit einem vorhandenen Internetzugang verbunden und darüber aus der Ferne gesteuert werden. Interessant ist das vor allem für Nutzer, deren Waschmaschine außerhalb der Wohnung in einem Waschkeller oder Haushaltsraum steht, denn für die Bedienung der Waschmaschine müssen Verbraucher nicht persönlich anwesend sein. Um die neuen Funktionen nutzen zu können, wird die Maschine in das Netzwerk eingebunden. In der Regel erfolgt dies über einen Router. Zum Bedienen der Waschmaschine aus der Ferne wird darüber hinaus eine App benötigt, die auf einem Smartphone installiert wird und schließlich als Fernbedienung fungiert. Alternativ haben die neuen WLAN-Maschinen auf der Vorderseite ein Display, auf dem die Wascheinstellungen manuell vorgenommen werden können.



Mit dem Handy die Waschmaschine bedienen

Mit der passenden Anwendungssoftware – der App, die auf dem Smartphone installiert ist – lassen sich viele Einstellungen sogar unterwegs vornehmen. Die Waschmaschine kann dann zum Beispiel vom Büro aus mit den richtigen Einstellungen von Temperatur, Spülgängen, Schleuderdrehzahl und Wäscheart gestartet werden und so ist die Wäsche nach der Rückkehr in die Wohnung bereits fertig gewaschen, sodass sie lediglich aus der Maschine genommen werden muss. Des Weiteren zeigt die App an, dass vergessen wurde, Waschmittel oder Weichspüler einzufüllen, sich ein Problem ergeben hat oder der Waschgang beendet ist. Wer unsicher ist, welches Programm eingestellt werden sollte, erhält überdies Pflegetipps und Tricks zum richtigen Waschen. Sogar kleinere technische Probleme können mithilfe der App geregelt werden, denn sie liefert Vorschläge zur Abhilfe per Knopfdruck. Über die Funktechnik lassen sich ferner die Firmware der Maschine automatisch aktualisieren und neue Waschprogramme für jede Art von Textilien abrufen. Nicht immer ist die Verbindung der Waschmaschine über das WLAN-Netzwerk möglich. Das kann an zu dicken Wänden oder einer zu großen Entfernung des Gerätes vom Router liegen. In diesem Fall muss das Gerät oder der Router anders positioniert werden. Eine Alternative ist die Einbindung in das heimische Netzwerk über PowerLAN-Adapter und vorhandene Stromleitungen. Nachteile der neuartigen WLAN-Waschmaschine machen sich bei einer Störung des WLAN-Netzes oder Empfangsproblemen des Smartphones bemerkbar.





Waschmaschinen für Allergiker

Allergiker leiden unter Hautausschlag, trockener Haut, Husten und juckenden Augen. Fast 25 % aller Verbraucher sind Allergiker. Mit einer passenden Allergiker-Waschmaschine lassen sich die Symptome lindern, denn die Waschgänge sorgen dafür, dass Kleidung und Bettwäsche von allergieauslösenden Substanzen wie Milben, Tierhaaren und Blütenpollen gereinigt werden.

Immer mehr Hersteller tragen dem Umstand Rechnung, dass Verbraucher auf der Suche nach besonderen Allergiker-Waschmaschinen sind. Ob AEG, LG oder Samsung, die neu entwickelten Geräte rücken den Schadstoffen zu Leibe, auf die Allergiker so stark reagieren. Bettwäsche, Wolldecken, Kissenbezüge und Körperwäsche werden durch spezielle Waschprogramme besonders gründlich gereinigt.

Mit ausgeklügelten Waschprogrammen gegen allergieauslösende Substanzen
Um die Wäsche möglichst reinzuwaschen, wird im Hauptwaschgang über längere Zeit eine Temperatur von 60° erreicht. Grund hierfür ist, dass erst ab diesem Temperaturpegel Milben und andere allergieauslösende Substanzen abgetötet und zersetzt werden. Tatsächlich ist es so, dass die Wirkung erst nach gut 20 Minuten greift, sodass in einem Allergiker-Waschgang in aller Regel mindestens 40 MInuten bei 60° gewaschen wird. Anschließend wird die Wäsche besonders stark ausgespült, bei manchen Geräten bis zu viermal. Das ist deshalb wichtig, weil Menschen mit empfindlicher Haut unter Umständen auch auf die Rückstände der Waschmittel sowie auf die Rückstände der abgetöteten Keime und Milben reagieren.

Energieverbrauch und Erfolgsquoten von Allergiker-Waschmaschinen
Fakt ist, dass hohe Temperaturen in einem Waschgang auch einen höheren Stromverbrauch nach sich ziehen. Im Vergleich zum Sparprogramm müssten Verbraucher im Schnitt mit dem doppelten Energieaufwand rechnen. Doch der Mehraufwand rechtfertigt das Ergebnis. Nach einem vierzigminütigen Waschgang bei 60° sind 90 % der Milben, 99,9 % der Katzen- und 100 % der Hundeallergene ausgemerzt. Zusätzlich zu den hohen Temperaturen setzen Hersteller auch auf das Bedampfen der Wäsche. Die Tropfengröße ist beim Bedampfen so gering, dass die Kleidung besser durchdrungen werden kann. In der Folge zeigt sich, dass die Textilien porentief rein sind. Unabhängige Tests haben ergeben, dass spezielle Waschgänge im Allergikermodus selbst ohne Waschmittel hervorragender Ergebnisse erzielen.

Eine weitere technische Möglichkeit, um den Allergenen zu Leibe zu rücken, ist die Silber-Technologie. Der Einsatz des Edelmetalls tötet nicht nur Gerüche, sondern auch Bakterien wirksam ab. Bei diesem Verfahren läuft das Wasser zunächst über mehrere Silberplatten, bevor es in die Trommel gelangt und mit der Wäsche in Kontakt kommt. Die Silber Ionen, die sich nun im Wasser angereichert haben, ziehen Schadstoffe aus den Textilien. Der Vorteil ist die desinfizierende Wirkung, die sich auch bei geringeren Temperaturen als bei 60° einstellt. Das ist deshalb hilfreich, da es eine ganze Reihe von Kleidungsstücken wie Unterwäsche, Sportkleidung oder Handtücher gibt, die einen Waschgang von 60° nicht ohne Schaden überstehen würde.

Fazit
Der durchschnittliche Allergiker kommt mit Kleidungsstücken und Textilien zurecht, die regelmäßig bei 60° im Normalwaschgang gereinigt werden. Dabei werden die allergieauslösenden Substanzen ausreichend entfernt. Pollen lassen sich ohnehin durch reines Auswaschen unschädlich machen. Doch für besonders empfindliche Menschen sind die speziellen Allergiker-Waschgänge empfehlenswert. Besondere Technologien wirken sich auch besonders auf den Preis aus und so zeigen sich Allergiker-Waschmaschinen in den höheren Preissegmenten.
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